Die Valliscaulianer waren ein besonders strenger, kontemplativer Zweig des Mönchtums, noch asketischer als ihre zisterziensischen Brüder. Ihr Alltag war streng reglementiert und drehte sich um stilles Gebet, intensive körperliche Arbeit und strikte Klausur. Die Mönche standen vor der Morgendämmerung für die Matutin auf und beobachteten einen Zyklus von acht täglichen Gebetszeiten. Ihre Ernährung war vegetarisch, fokussiert auf einfache Kost aus den eigenen Gärten, und Unterhaltungen waren streng auf bestimmte Zeiten und Orte beschränkt, was die stille Kontemplation betonte. Architektonisch bevorzugten die Valliscaulianer extreme Schlichtheit und verzichteten auf aufwendige Dekorationen, Buntglasfenster oder monumentale Ausmaße, was ihre Ablehnung weltlicher Zurschaustellung widerspiegelte. Beauly war daher ursprünglich ein bescheidener, funktionaler Komplex. Als der Valliscaulianer-Orden im 15. Jahrhundert schrumpfte, begannen die Praktiken und Strukturen in Beauly zunehmend, die robustere zisterziensische Tradition zu widerspiegeln, was zu einigen der heute sichtbaren architektonischen Erweiterungen führte.